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Meine Namen

Meine Namen

Ich wurde schon oft gefragt, was mein Name (Butterfly Abuse) bedeutet. Wo fange ich an..

Der Vorname Katharina ist meine Wahl gewesen, weil ich mir Katharina die Große zum Vorbild nahm. Sie war nicht nur eine der stärksten Herrscherinnen in der Geschichte, sie war auch schön und stolz. Sie hatte viele Liebhaber und regierte ein riesiges Land. Sie trug unfassbar viel Verantwortung auf ihren Schultern und traf wesentliche Entscheidungen im Weltgeschehen.

Butterfly ist englisch für Schmetterling und diese Tiergruppe ist nicht nur schön und lieblich sondern hat für mich auch eine enorme Bedeutung. Ich bin auf dem Land groß geworden, bin also ein echtes Dorfmädchen, und wir hatten dementsprechend ein großes Grundstück mit großem Garten. Meine Leidenschaft für die Tierwelt habe ich mit der Geburt mitbekommen und betrachte Ameisen, Kellerasseln und Schmetterlinge schon immer mit Faszination. Mit zunehmendem Alter intensivierte ich diese Fokussierung und bekam ein Bestimmungsbuch von meinem Vater geschenkt. Akribisch habe ich jeden Schmetterling und Nachtfalter den ich zu Gesicht bekam identifiziert. Die Natur ist in meinem Denken der Fokus.
Wenn man bei uns auf den Hof kommt sind alle Ecken und Wege voll mit Lavendelbüschen. Und auf diesem Lavendel sitzen jeden Sommer unzählige Kohlweißlinge (Pieris brassicae). Der findige Beobachter sollte jetzt merken, woher ich den Nachnamen meines Künstlernamens herhabe. Die Kohlweißlinge  sind weiße Schmetterlinge mit schwarzem Punkt auf den Flügeln. Und wenn ich an diese Schmetterlinge denke, dann fühle ich mich zu Hause, rieche den Lavendel und spüre den Sommer. Sicher und leicht, neugierig, offen..

Zusätzlich zu dieser – nennen wir es Verankerung – stellt der Schmetterling für mich einige Charaktereigenschaften dar. Schlecht zu fangen, vergänglich und absolut sensibel. Meine verletzliche Seite steht also im Gegensatz zum zweiten Teil meines Namens: Abuse, also Missbrauch.

Seit ich meine Sexualität selbst entdecke und entwickle, stelle ich fest, dass ich es liebe Verantwortung (sexuell) abzugeben. Indem ich mich meinem Gegenüber vollends hingebe und ihm die Kontrolle überlasse, fällt von mir eine Last ab, die ich jeden Tag trage. Ich bin im Alltag eine starke und unabhängige Frau, übernehme für mich und andere die Verantwortung, und genieße es im Bett nicht stark sein zu müssen. Er darf mich benutzen, wie es ihm beliebt. Wie eine Puppe aus Glas.

Diese dunkle Seite steht hervorragend im Stilbruch mit meinem Schmetterlings-Ich. Wenn man mich also benutzt, sollte man aufpassen mir nicht die zarten Flügel zu brechen, und zu oft wurden sie schon verletzt. Aber ich kann noch fliegen und ich liebe es. Und umso mehr ich fliege, desto stärker werde ich – desto widerspenstiger werde ich. Den Schmetterling zu Gesicht bekommen nur wenige ausgewählte und geduldige Charaktere. Und solange ich nicht zart sein kann, nicht darf, um meine Flügel zu schützen – bin ich ein Tiger mit Krallen und Zähnen. Schnurrend, beobachtend, gefährlich.

Ich habe sehr viele Facetten, und lebe diese gern aus. Als ich mir den Namen ausgesucht habe waren diese beiden Facetten am stärksten in mir, und sind es noch. Wenn auch seit kurzem eine dunkle Flamme namens Dominanz in mir lodert, die ich zu gern füttern möchte. Von dieser Flamme ist der Tiger in mir begeistert und wartet darauf mit dem Feuer zu spielen.

Meine Tattoos

Meine Tattoos

Ursprünglich wollte ich nur ein kleines Tattoo haben, so versteckt, dass es niemand sieht, wenn es scheiße wird. Letztendlich richte ich mich aber mehr nach meinem Gefühl, als nach der Vernunft, und so wurde mir mein Pentakel als erstes gestochen. Das ist jetzt ca. 9 Jahre her.

Kinder haben im Alter von 5-7 (ungefähr) eine Phase, in der sie Angst im Dunkeln haben und Monstern unterm Bett. Dinge die übernatürlich und abstrakt sein können. Dann mit 10 oder so verlieren sie diese unbegründete Angst wieder. Bei mir war das nicht so. Seit ich klein bin leide ich unter Schlafparalyseanfällen, ich bin mir sicher, dass ich im Dunkeln weniger sehen kann und ich habe bzw. hatte höllische Angst im Dunkeln. Mittlerweile hat sich das etwas gelegt. Unter Menschen kann ich jetzt gut durch die Nacht laufen ohne gleich in Panik zu verfallen. However! „Kleiner“ Sprung:

Während der Rauhnächte rund um die Jahreswende und nach der Wintersonnenwende reitet Odin mit seiner Schar über den Himmel und lässt alle Wesen, wie Kobolden und Dämonen, freien Lauf für diese mystische Zeit. Viele dieser dämonischen Begleiter besitzen Tierfüße, wie auch die Druden, die 5 zackige Abdrücke hinterlassen, wo sie gesessen haben. Soweit „überliefert“ saugen diese unheimlichen Geister die Seele aus einem heraus und hinterlassen eben jenen Abdruck. Um sich vor ihnen zu schützen wurde während der „Wilden Jagd“ von Odins Heerschar dieser Abdruck mit Blut oder Kreide an die Türen gemalt, um zu zeigen, dass dort nichts mehr zu holen war. Dieses Pentagramm dient also dem Schutz vor bösen Geistern und Dämonen. Der Kreis wird zusätzlich als Grenze benutzt um diesen Geistern „den Eintritt“ in unsere Welt nicht zu erlauben.

Damit ich mich also sicher fühlen konnte, trug ich zu Beginn ein Pentakel an einer Kette immer bei mir. Ich schlief schlecht, wenn ich es irgendwo vergaß und es half mir im Beisein meine Angst nicht zu Panik werden zu lassen. Die Nächte vor meinem Gesprächstermin beim Tattooartist träumte ich von einem Pentakel auf meinem linken Schulterblatt, und als es designed und aufgeklebt wurde, war es, als wäre es schon immer dort gewesen. Eingebrannt und selbstverständlich. Und wo wir grad schon bei Geschichten sind: In der Mitte des Tattoos befindet sich ein tätowierter schwarzer Fleck. Durch den äußeren Pentakelkreis verfängt sich die Energie meines Meridians und diese Energie muss ich wieder freilassen, weswegen ich eine zweite Kreisform dafür benutze. Es ist dringend zu unterscheiden von dem Ziegenkopf, dessen Spitze nach unten zeigt.

Ohmannomann. Ganz schön esoterisch geworden jetzt das Ganze. Aber ich habe ja noch andere Tattoos…

DAS BIOHAZARD – Symbol (auf dem linken Hüftknochen)

Schon als junges Mädchen hatte ich einen Entdeckergeist und ich wollte Forschung zu meinem Leben machen. In Filmen meiner Eltern sah ich bei den ganzen Laborutensilien immer das Biohazard Symbol, wusste aber nie, was es bedeutete. Als ich älter wurde, fand ich es heraus und mein Ziel war es inzwischen eine berühmte Wissenschaftlerin zu werden. Allerdings steht das Biohazard Tattoo nicht zwingend für die Branche, sondern mehr für den wissenschaftlichen Geist, der in mir steckt. Neugier und Aufgeschlossenheit neuen Dingen gegenüber, unvoreingenommene Einschätzung von Problemen und das Finden von Lösungen sind Hauptthemen meines Charakters. Dieses Tattoo erinnert mich stets daran, dass ich meinen Weg und meine Neugier nicht verliere und immer offenen Auges und freien Geistes durch die Welt gehe.

DER KREIS IM KREIS (unter der linken Brust)

Dieses Tattoo habe ich mir mit einem Freund, oder besser meinem Seelenverwandten zusammen stechen lassen und es hat eine sehr tiefe Bedeutung für mich. Der Kreis als vollkommende Form steht für alles und nichts – dafür, dass alles eins ist und eins alles. Dass jede/r Teil eines großen Ganzen ist und alles demnach Konsequenzen und einen Ursprung hat. Ein Hauptsatz der Thermodynamik lautet: Energie kann nicht verloren gehen. Und wo soll sie auch hingehen, wenn es kein Ende und keinen Anfang gibt? Wir sind Teil von uns allen und alles ist Teil von uns. Nicht nur das Leben ist ein Kreislauf, auch die Existenz an sich ist einer. Diese Gedanken beruhigen mich nicht nur, sie entfesseln mich. Und diesen Gedanken verdanke und teile ich mit meinem guten Freund, der irgendwie immer irgendwo auf der Welt ist, aber trotzdem immer bei mir.

Dieses Tattoo wird erweitert, wahrscheinlich wird es ein Sonnensystem, aber das ist noch nicht entworfen.

DAS MUTTERMAL (rechter innerer Oberarm)

Diese Geschichte kann ich leider nicht mit euch teilen, denn sie bleibt allein für mich und meine Mutter. Sie teilt das Tattoo mit mir. Es stellt in drei verschiedenen Rottönen ein Muttermal in Form einer Mondsichel und einem Blutstropfen dar. Es wird erweitert zu der Weltenesche Yggdrasil. Sie trägt die 9 Welten und die Mondsichel wird Midgard darstellen, also unsere Welt. Das gesamte Tattoo wird auf der Innenseite des Arms gestochen werden. Der Baum verbindet alle 9 Welten miteinander und hat ein wenig gedankliche Verbindung mit meinem Kreis im Kreis. Das Tattoo ist schon entworfen und wartet bereits auf die Gelegenheit unter meine Haut zu gehen.

Das wars erstmal, vielleicht wird das hier ein dynamischer Blog. Sobald etwas neu hinzukommt werde ich es mit euch teilen..

Kathy

Über den Zwinkersmiley

Über den Zwinkersmiley

Der Zwinkersmiley.. ungeahnte Möglichkeiten verschiedene Emotionen auszudrücken und hervorzurufen. Oft genutzt, als ironische Garnierung des eigenen Gehirnschmalzes, stellt er jedoch einige vor die unergründliche Aufgabe herauszufinden was genau das Ziel dieses Ausdrucks ist.

Die harmloseste Variante ist ein keckes, wenn nicht sogar verspieltes, Augenzwinkern um der eigenen Aussage die Schärfe zu nehmen und ein „Ist-Ja-Nur-Ein-Spaß“-Feeling in Form eines gelben Comicgesichts hinzuzufügen.

Wofür zwinkert man eigentlich im realen Leben?

Es gibt folgende Möglichkeiten für Menschen im realen Leben zu Zwinkern:

– war nur ein Spaß (Alternative: Hab dich nich so)

– Anzüglichkeiten, oder auch: „freches“ Flirten

[In japanischen Comics kommt es derweil auch vor, dass Mangafiguren frech aussehen sollen, ohne aber anzüglich zu wirken. Das funktioniert allerdings nur bei Mangafiguren und (mit empfehlung von mir) herausgestreckter Zunge.]

Wofür zwinkert man in social Media?

Es gibt folgende Möglichkeiten für Menschen im virtuellen Raum zu Zwinkern:

– war nur ein Spaß (Alternative: Hab dich nich so)

– Anzüglichkeiten, oder auch: „freches“ Flirten

– Überlegensheitsgeste (Alternative: Du Dummerchen)

Wie oft zwinkert jemand im realen Leben? Und wie oft zwinkert jemand im virtuellen Raum? Korrekt. Die Anzahl der Zwinkerer im Internet ist um ein vielfaches höher als die Zwinkerer im realen Leben. Warum ist das so. Die physischen Einschränkungen der Zwinkerer in der realen Welt außen vorgelassen bleibt ein Grund übrig. Es wird in der virtuellen Welt als weniger unpassend empfunden, als in der realen Umgebung. Diese Empfindung bezieht sich in meinem bescheidenen Fall allerdings nur auf den Sender, nicht aber auf den Empfänger, also mich. Würden mir soviele ältere Herren auf der Straße zuzwinkern, wie sie es online tuen hätte ich schon längst einen Polizeischutz geordert aus Angst Übergriffigkeiten zu erleben. Doch virtuell ist alles nicht so ernst oder? Jaein. Bei einer bestimmten Menge an Zwinkersmileys online wird es absurd sie zu lesen. Darunter stellen sie kein Problem dar, doch die schiere Menge an Anzüglichkeiten, die damit verbunden sind macht es zuweilen unerträglich ekelerregend. Die Sender sind sich dessen quasi nicht bewusst, aber der Empfänger (ich) bekommt solche Signale und deutet sie zielstrebig nach monatelangem konditioniertem Verhalten als Übergriff.

Wenn es doch nur das wäre…

Die Diskussionskultur auf Social Media ist des Öfteren unaushaltbar stumpfsinnig. Eine differenzierte reflektierte Aussage zu finden grenzt an die Freude einen 10 EuroSchein auf der Straße zu entdecken. Diese Streit- und Disskussionsgespräche sind gespickt mit allen möglichen psychischen Tricks, verdrehten Kausalzusammenhängen und persönlichen Empfindungen, die über eine objektive Aussage gestreut werden, womit sie unbrauchbar werden. Eine dieser kleinen fiesen Tricks beinhaltet die Benutzung unseres geliebten Zwinkersmileys.

Aus meinen Beobachtungen und Erfahrungen auf Twitter ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Fühlt sich einer der Diskussionspartner unterlegen, hat er die Möglichkeit ein stärkeres Argument zu bringen, oder sich seine vermeintliche Überlegenheit anderweitig zu beschaffen. In einer Streitigkeit ist es das Ziel beider Parteien „zu gewinnen“. Ob es sinnvoll ist daraus einen Wettkampf zu machen und nicht einfach die Diskussion per se als Ziel zu sehen steht jetzt mal auf einem moralischen anderen Blatt. Um zu gewinnen sorgt man also selbst für eine Erhöhung der eigenen Position (gutes Argument) oder die Erniedrigung des Gesprächspartners (z.B. Beleidigung). Der „Zwinkersmiley-Trick“ dient jetzt dazu in „ironisch witzigem“ Kontext den Gegenüber nieder zu machen, indem man ihm oder ihr die Kompetenz abspricht. Das kann man durch Aussagen, wie:

– du bist noch zu jung um das zu verstehen

– das lernst du schon noch

– du weißt nicht, was du da sagst

usw. gezielt erreichen. Eine weitere Variante ist der Zwinkersmiley. Er erniedrigt den Gegenpart ohne viele Wörter zu benutzen und zusätzlich, und dass ist das perfide daran, bietet sich ein Hintertürchen für den Sender. „Das war doch nur ein Spaß“, „Sei mal nicht so ernst“. Damit wird die Wichtigkeit der Aussagen und Argumente des Gesprächspartners heruntergespielt und befeuert die emotionale Haltung des Empfängers (mich) immens. Das nimmt außerdem die zukünftigen Aussagen des Empfängers auch in Beschuss, denn egal was der oder diejenige jetzt noch sagt, die Person wird immer die sein, die zu ernst, zu verkrampft und zu fanatisch ist in ihren Aussagen.

Check Mate.

Durchschaut man das Spiel ist es ein einfaches, wenn auch nicht emotional einfach, über den herabwürdigenden Kommentaren drüber zu stehen.

Meine Taktik: Ich schalte den Zwinkersmiley stumm. Ich setze auf Vermeidung. Wie andere es machen, ist mir egal. Jeder findet seinen Weg. Aber Probleme und Strategien seines Diskussionspartners zu durchschauen ist der erste Schritt in eine bessere Diskussionkultur.